BLUT

Die

Horrorkomödie

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ANFANG

Ein großes Buch taucht aus dem Nebel auf. Der Titel auf dem Umschlag lautet „Blut“. Eine grüne Krallenhand öffnet es und die Hautdarsteller werden alle als Bleistiftzeichnung vorgestellt. Das letzte Blatt, das die Kralle aufschlägt, ist das Bild einer Burg. Das Papier verbrennt, dahinter wird das richtige echte Gemäuer, das der Zeichnung entspricht, durch einen Blitz erhellt und sichtbar. Es ist Nacht und  es regnet. Immer wieder zucken Lichtbögen über das dunkle Firmament und der Donner grollt. Plötzlich entladet sich ein gewaltiger Blitz am großen Turm. Die Kamera bewegt sich immer näher an das große, mit schrecklichen Fratzen verzierte Eingangstor.

  Erzähler: Seit es die Menschen gibt, gibt es Mythen und Legenden von Wesen, die jenseits unserer Vorstellungskraft existieren. Ob es sich um Werwölfe, Teufel oder Vampire handelt, eines haben sie alle  gemeinsam. Sie sind Geschöpfe der Nacht und die Menschen haben Angst vor ihnen.

  Der Erzähler wird von einer energischen Stimme abgelöst.

  BB:  Solange ich das Oberhaupt der Familie von Blut bin, hast du mir zu gehorchen. Reicht denn nicht dieser verdammte Fortschritt der Menschen, der unsereins das Leben schwer macht. Muß sich nun auch mein eigener Sohn gegen mich wenden.

  Die Kamera fährt durch das Tor auf einen kleinen Innenhof.

  J: Vater, du hast mich erzogen, skrupellos, gierig und gemein zu sein. Wozu das alles, wenn ich es bei den Menschen nicht anwenden kann.

  Immer weiter folgt die Kamera einer Stiege, die in eine Gruft mündet. Darin befinden sich ein junger und ein etwas älterer Herr, beide mit Anzügen bekleidet, und streiten. Neben ihnen sind mehrere Särge aufgebahrt.

  BB: Das kannst du doch. Hier in unserem schönen Land.

  J: Hier! In der Provinz. Jeder kennt und fürchtet uns.

  BB: So soll es sein. Solange sie Angst und Respekt vor uns haben, hast du nichts von ihnen zu befürchten. Ganz besonders liebe ich die angstverzerrten Gesichter meiner Opfer.

  J: Nun sind es aber nicht gerade viele, die sich in unsere Gegend verirren. Erinnerst du dich noch an diesen halbtoten Wanderer, den Igor am Bach gefunden hat?

  Der Baron greift sich nachdenklich an sein Kinn.

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